GUT ZU WISSEN
Sehen verstehen – warum gutes Sehen so wichtig ist
Lesen, Arbeiten, Bewegen, Orientieren: Unser Sehen ist ständig gefordert. Wer versteht, wie Sehen funktioniert, kann bewusster damit umgehen.
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Unsere Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan.
Mehr als zehn Millionen Informationen nimmt das menschliche Auge pro Sekunde auf, verarbeitet sie umgehend weiter – beim Lesen, Arbeiten, Autofahren, im Straßenverkehr oder im Gespräch mit anderen Menschen. Gutes Sehen bedeutet Orientierung, Sicherheit und Lebensqualität.
Veränderungen des Sehens entwickeln sich oft schleichend. Das Gehirn gleicht vieles aus, sodass Sehprobleme zunächst kaum auffallen. Umso wichtiger ist es, die eigenen Augen bewusst wahrzunehmen, typische Sehprobleme zu kennen und regelmäßig überprüfen zu lassen. Wer versteht, wie Sehen funktioniert, kann frühzeitig reagieren und langfristig entspannt sehen.
SEHPROBLEM
Was ist Kurzsichtigkeit?
Kurzsichtigkeit (Myopie) zeigt sich dadurch, dass entfernte Objekte unscharf wahrgenommen werden, während Dinge in der Nähe meist klar erkannt werden können. Straßenschilder, Tafelanschriften oder weiter entfernte Details erscheinen verschwommen, während Lesen oder Arbeiten im Nahbereich oft problemlos möglich ist. Viele Betroffene bemerken die Veränderung zunächst nur in bestimmten Situationen, etwa beim Autofahren, im Unterricht oder im Kino. Typisch ist auch, dass kurzsichtige Menschen beim Blick in die Ferne die Augen zusammenkneifen, um kurzfristig schärfer zu sehen.
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Ursächlich für Kurzsichtigkeit gibt es unterschiedliche Gründe. Am häufigsten liegt eine sogenannte Achsenmyopie vor, bei der der Augapfel etwas zu lang ist. Das einfallende Licht wird dadurch nicht direkt auf der Netzhaut gebündelt, sondern bereits davor. Das Bild entsteht also vor der Netzhaut und wird in der Ferne unscharf wahrgenommen. Seltener ist die sogenannte Brechungsmyopie. In diesem Fall ist der Augapfel zwar normal lang, jedoch sind Hornhaut oder Augenlinse stärker gekrümmt als üblich. Auch hier wird das Licht vor der Netzhaut fokussiert, was ebenfalls zu unscharfem Sehen auf Distanz führt.
Kurzsichtigkeit entwickelt sich häufig bereits im Kindes- oder Jugendalter und kann sich während der Wachstumsphase weiter verstärken. Wird sie nicht erkannt, kann dies zu angestrengtem Sehen, schneller Ermüdung oder Unsicherheiten im Alltag führen. Regelmäßige Sehchecks helfen dabei, Veränderungen frühzeitig festzustellen und das Sehen gezielt zu begleiten. Besonders bei Kindern ist eine frühzeitige Kontrolle wichtig, da gutes Sehen eine zentrale Rolle für Lernen, Konzentration und Orientierung spielt.
SEHPROBLEM
Was ist Weitsichtigkeit?
Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) liegt der Brennpunkt des einfallenden Lichts hinter der Netzhaut. Dadurch ist vor allem das Sehen in der Nähe erschwert, während das Sehen in der Ferne häufig lange Zeit gut funktioniert. Das Auge versucht, diese Fehlsichtigkeit auszugleichen, indem es stärker fokussiert.
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Gerade bei jüngeren Menschen bleibt Weitsichtigkeit deshalb oft lange unbemerkt. Erst wenn die Augen schneller ermüden oder Beschwerden auftreten, wird sie wahrgenommen. Typische Anzeichen sind Kopfschmerzen, brennende Augen, Konzentrationsprobleme oder ein unangenehmes Gefühl bei längerer Naharbeit.
Da die Kompensation für das Auge anstrengend ist, kann eine unbehandelte Weitsichtigkeit langfristig zu Beschwerden führen. Regelmäßige Sehkontrollen helfen, auch solche „versteckten“ Sehprobleme rechtzeitig zu erkennen.
SEHPROBLEM
Was ist Alterssichtigkeit?
Alterssichtigkeit (Presbyopie) ist eine natürliche Veränderung des Sehens, die meist ab dem 40. Lebensjahr beginnt. Mit zunehmendem Alter verliert die Augenlinse an Elastizität. Dadurch fällt es dem Auge schwerer, sich auf nahe Entfernungen einzustellen.
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Erste Anzeichen sind oft, dass Texte weiter vom Auge weggehalten werden müssen oder das Lesen bei schlechterem Licht zunehmend anstrengend wird. Auch schnelles Ermüden der Augen oder Kopfschmerzen können Hinweise sein.
Alterssichtigkeit ist keine Erkrankung, sondern ein normaler Teil des Älterwerdens. Sie betrifft nahezu jeden Menschen – unabhängig davon, ob zuvor bereits eine Fehlsichtigkeit bestand oder nicht. Wichtig ist, Veränderungen bewusst wahrzunehmen und das Sehen regelmäßig überprüfen zu lassen.
SEHPROBLEM
Was ist eine Hornhautverkrümmung?
Eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) entsteht, wenn die Hornhaut nicht gleichmäßig geformt ist. Statt einer runden Oberfläche weist sie unterschiedliche Krümmungen auf. Dadurch wird das Licht nicht gleichmäßig gebrochen und trifft verzerrt auf die Netzhaut.
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Die Folge kann ein unscharfes oder verzerrtes Sehen in allen Entfernungen sein. Betroffene berichten häufig von verschwommenen Konturen, Schattenbildern oder schneller Ermüdung der Augen – besonders bei längerer Bildschirm- oder Lesearbeit.
Eine Hornhautverkrümmung tritt oft in Kombination mit Kurz- oder Weitsichtigkeit auf. Da sie sich unterschiedlich stark äußern kann, ist eine genaue Messung wichtig, um sie zuverlässig zu erkennen.
AUGENGESUNDHEIT
Was bedeutet digitaler Sehstress?
Digitaler Sehstress entsteht durch die intensive Nutzung digitaler Endgeräte wie Computer, Tablets oder Smartphones. Unsere Augen sind dabei über lange Zeit auf kurze Entfernungen fokussiert und wechseln seltener zwischen Nähe und Ferne. Gleichzeitig blinzeln wir am Bildschirm deutlich weniger.
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Diese Dauerbelastung kann zu müden, trockenen oder gereizten Augen führen. Auch Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder ein allgemeines Gefühl von Erschöpfung sind typische Begleiterscheinungen. Besonders im beruflichen Alltag mit viel Bildschirmarbeit ist digitaler Sehstress weit verbreitet.
Regelmäßige Pausen, bewusste Blickwechsel in die Ferne und ergonomische Arbeitsbedingungen können helfen, die Augen zu entlasten. Wichtig ist zudem, Sehprobleme frühzeitig zu erkennen, da sie die Belastung zusätzlich verstärken können.
KINDER & AUGENGESUNDHEIT
Kurzsichtigkeit bei Kindern
Kurzsichtigkeit kann bereits im frühen Kindesalter auftreten und sich während des Wachstums weiterentwickeln. Besonders in den Schuljahren, wenn Lesen, Schreiben und Bildschirmnutzung zunehmen, kann sich die Sehschwäche verstärken.
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Kinder bemerken Sehprobleme oft selbst nicht, da sie keinen Vergleich haben. Hinweise können sein, dass sie näher an Bücher oder Bildschirme herangehen, Schwierigkeiten in der Schule haben oder im Alltag unsicher wirken. Unkorrigiertes Sehen kann die Konzentration, das Lernen und die Entwicklung beeinträchtigen.
Regelmäßige Sehkontrollen sind deshalb besonders wichtig. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser kann das Sehen unterstützt und langfristig stabil begleitet werden.
HÄUFIGE FRAGE
Häufige Fragen – Tipps für gutes Sehen
1. Warum ist gutes Sehen so wichtig?
Gutes Sehen ist entscheidend für Orientierung, Sicherheit, Konzentration und Lebensqualität. Über unsere Augen nehmen wir den größten Teil aller Eindrücke aus unserer Umwelt auf – beim Lesen, Arbeiten, Autofahren oder im sozialen Miteinander. Veränderungen des Sehens wirken sich deshalb oft auf viele Lebensbereiche gleichzeitig aus.
Sehveränderungen entwickeln sich jedoch häufig schleichend. Das Gehirn ist sehr anpassungsfähig und gleicht kleine Unschärfen oder Einschränkungen lange Zeit unbewusst aus. Dadurch bleiben Sehprobleme oft unbemerkt, obwohl die Augen bereits stärker arbeiten müssen. Das kann zu schneller Ermüdung, Kopfschmerzen oder Konzentrationsproblemen führen. Regelmäßige Sehchecks helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und das Sehen dauerhaft entspannt zu halten.
2. Wie oft sollte ich meine Augen überprüfen lassen?
Regelmäßige Sehchecks sind wichtig, da sich Veränderungen des Sehens häufig schleichend entwickeln und lange unbemerkt bleiben. Wie oft eine Überprüfung sinnvoll ist, hängt vom Alter und von individuellen Faktoren ab.
Für Erwachsene ohne bekannte Augenprobleme gelten folgende Empfehlungen:
Zwischen dem 20. und 39. Lebensjahr sollten die Augen im Gesamtzeitraum mindestens drei Mal überprüft werden. Ab dem 40. Lebensjahr empfiehlt sich eine Kontrolle alle zwei bis drei Jahre, da sich das Sehen in dieser Lebensphase häufiger verändert. Ab dem 65. Lebensjahr sind Untersuchungen im Abstand von ein bis zwei Jahren sinnvoll, da altersbedingte Veränderungen zunehmen können.
Auch bei Kindern sind regelmäßige Sehtests wichtig, selbst wenn keine Auffälligkeiten bestehen. Eine erste Untersuchung sollte spätestens im Alter von zwei bis dreieinhalb Jahren erfolgen, eine weitere vor Schuleintritt. Danach werden Kontrollen etwa alle zwei Jahre empfohlen, um Sehentwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Für frühgeborene Babys sowie für Kinder, deren Eltern oder Geschwister schielen oder stark fehlsichtig sind, ist eine besonders frühe und regelmäßige Überprüfung wichtig. In diesen Fällen sollte der erste Sehtest bereits zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat stattfinden.
3. Woran erkenne ich, dass sich mein Sehen verändert?
Anzeichen können häufiges Zusammenkneifen der Augen, Kopfschmerzen, schnelles Ermüden, verschwommenes Sehen oder Schwierigkeiten beim Lesen und Arbeiten am Bildschirm sein.
4. Können Sehprobleme auch Kopfschmerzen verursachen?
Ja. Ungenaues oder angestrengtes Sehen kann zu Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder schneller Ermüdung führen, insbesondere bei längerer Naharbeit.
5. Was hilft, die Augen im Alltag zu entspannen?
Regelmäßige Pausen, bewusstes Blinzeln, der Blick in die Ferne und eine gute Beleuchtung entlasten die Augen. Auch frische Luft, ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser und genügend Schlaf spielen eine wichtige Rolle, um die Augen im Alltag zu unterstützen.
6. Ab wann tritt Alterssichtigkeit auf?
Alterssichtigkeit beginnt meist ab dem 40. Lebensjahr. Der Zeitpunkt und die Ausprägung können individuell variieren.
7. Können Kinder Sehprobleme selbst erkennen?
Oft nicht. Kinder gewöhnen sich an eingeschränktes Sehen. Hinweise können Konzentrationsprobleme, häufiges Näher-Gehen oder Unsicherheiten im Alltag sein.
8. Ist Bildschirmarbeit schlecht für die Augen?
Bildschirmarbeit ist für die Augen nicht grundsätzlich schädlich, stellt aber eine dauerhafte Belastung dar. Beim Arbeiten am Bildschirm schauen wir über längere Zeit auf kurze Distanz, wechseln seltener den Fokus und blinzeln deutlich weniger. Dadurch können die Augen schneller ermüden, trocken oder gereizt werden – ein Phänomen, das als digitaler Sehstress bezeichnet wird.
Eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes, regelmäßige Pausen, bewusste Blickwechsel in die Ferne und ausreichendes Blinzeln helfen, die Augen zu entlasten. Wichtig ist außerdem, bestehende Sehprobleme frühzeitig zu erkennen, da sie die Belastung bei intensiver Bildschirmarbeit zusätzlich verstärken können.
9. Können sich Sehprobleme verschlechtern, wenn sie nicht erkannt werden?
Ja. Unkorrigierte Sehprobleme können sich verstärken oder zu dauerhafter Anstrengung führen. Regelmäßige Kontrollen helfen, rechtzeitig gegenzusteuern.
10. Was kann ich selbst für gesundes Sehen tun?
Achten Sie auf regelmäßige Sehchecks, bewusste Pausen bei Naharbeit, ausreichend Bewegung im Freien und eine ausgewogene Nutzung digitaler Medien.
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Gutes Sehen beginnt mit Klarheit. Wenn Sie Veränderungen beim Sehen bemerken oder einfach sicher sein möchten, dass Ihre Augen optimal unterstützt werden, vereinbaren Sie gerne einen Termin zum Sehtest.
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